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Kunst geht auf Reisen – Galeria mobile unterstützt Kunstschaffende vor Ort

Wer bisher dachte, dass Kunst hauptsächlich in Museen, klassischen Galerien, den Präsentationsräumen von Unternehmen und Institutionen zu bewundern sei, der kann mit dem Konzept der Galeria mobile mit einer anderen Art der künstlerischen Präsentation Bekanntschaft machen.

Seit 1.10.2019 können Kunsthandwerker und Kunsthandwerkerinnen zeitlich begrenzte Ausstellungsflächen buchen und dort ihre Werke der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Was unterscheidet die Galeria mobile von anderen klassischen Galerien?

Diese „Galerie“ hat keinen fixen Standort hat. Es werden für eine gewisse Zeit passende Räumlichkeiten angemietet, für die Präsentation von Kunstwerken adaptiert und darin Künstlern ein Platz zur Verfügung gestellt. So entsteht eine interessante Ausstellung und eine Möglichkeit mit Menschen in Kontakt zu kommen, die bisher kaum mit Kunst in Berührung gekommen sind.

Wer steht hinter dem Konzept der Galeria mobile

Trägerorganisation ist der Verein zur „Entwicklung von Visionen (Sensologx), mit Standort in St. Pölten. Der Verein initiiert innovative Kunst- und Kulturprojekte und so ist unter anderem das Konzept der „mobilen Galerie“ entstanden. Teils aus der Not heraus, dass es tatsächlich für Künstler wenige Möglichkeiten gibt, sich zu präsentieren, teils weil es spannend ist Kunst zu den Menschen zu bringen und nicht umgekehrt.

Das sind die Daten des Vereins:

  • Verein zur Entwicklung von Visionen (Sensologx)
  • Standort: 3107 St. Pölten, Reumanngasse 3
  • Obmann: Franz X. Ehrl, MBA
  • ZVR-Zahl: 1712377172

Der Verein ist als gemeinnützige Organisation organisiert und besteht seit 2018. In der Gründungsphase wurden keine Mitglieder aufgenommen, ab 1.1.2019 kann die ordentliche Mitgliedschaft laut Statuten beantragt werden. Nähere Informationen auf der Homepage des Vereins (www.sensologx.at).

Wer kann bei der Galeria mobile mitmachen?>

Mitmachen können alle, die typisches Kunsthandwerk betreiben. Unsere Zielgruppe sind die Künstler, die üblicherweise keine Lobby haben, die sich selbst wenig vermarkten, aber ihre künstlerische Tätigkeit in einem öffentlichen Rahmen präsentieren möchten. Sei es, um die Reaktionen zu testen, ein Feedback zu bekommen oder ein Gefühl für die Bedürfnisse des Marktes.

Was müssen die Künstler tun, um bei der Galeria mobile teilzunehmen?

Sie sollten sich bewusst sein, dass es sich um eine Kunst und Kunsthandwerk Ausstellung handelt. Für Konzept- und Experimentalkunst gibt es geeignetere Plattformen. In erster Linie bewerben sie sich beim Verein um eine Mitgliedschaft (keine Kosten, kein Mitgliedsbeitrag). Wenn sie angenommen werden, wird die Art der künstlerischen Tätigkeit begutachtet und geplant, wie diese in die nächste Galerie eingebaut werden kann. Falls eine Einigung zustande kommt, dann ist ein Platz gesichert. Man muss bedenken, dass bei jedem Turnus (derzeit drei pro Jahr) maximal 5 Künstler teilnehmen können.

Mit welchen Kosten müssen Künstler rechnen, wenn Sie mitmachen wollen?

Vorerst wird kein Mitgliedsbeitrag eingehoben. Derzeit finanziert sich der Verein durch Zuwendungen von Privatpersonen und Unternehmen. Kunstschaffende können zu einem sehr geringen Kostenbeitrag einen Platz in der Galerie buchen und damit ihre Werke 7 Tage in der Woche präsentieren. Für die Öffnung und Besetzung ist ein Kernteam aus dem Verein, gemeinsam mit den Künstlern zuständig. Sollten Werke verkauft werden, bekommt der Verein keine Provision oder Beteiligung.

Weshalb kann der Verein die Leistung so günstig anbieten?

In erster Linie, weil wir Kunst und Kunsthandwerk in Räumen präsentieren, die ohnehin für gewisse Zeit leer stehen. Das ist oft dann der Fall, wenn ein Mieter aus einem Geschäft ausgezogen ist. Bis ein neuer Mieter gefunden wurde, mieten wir das Objekt kurzfristig zu einem (hoffentlich) günstigen Preis an. In dem Zusammenhang freuen wir uns über die tolle Unterstützung, die uns das Stadtmarketing St. Pölten bietet. Dafür sind wir sehr dankbar.

Was hat der Vermieter davon, wenn er seine Räume zur Verfügung stellt?

In erster Linie fördert er damit österreichisches Kunsthandwerk. Doch es gibt noch einen anderen Grund. Ein Interessent für die Nachmiete kann das Objekt jederzeit besichtigen und erlebt keine leeren und kahlen Räume, sondern eine „bespielte“ Lokation. Das hat schon manchen zur Unterzeichnung des Mietvertrages bewegt.

Der zweite Vorteil ist, dass wir maximal zwei Monate mieten. Sollte sich ein neues Mietverhältnis ergeben, sind wir innerhalb weniger Tage ausgezogen, da wir weder Befristung oder Begrenzung in den Verträgen vereinbaren. Eine Kündigung innerhalb der Mietdauer ist also jederzeit ohne Fristen möglich.

Informationen im Web: https://galeria-mobile.at

Kontakt: Franz X. Ehrl MBA
Obmann, 0664 533 65 07